Wurzel, Jugend und Junge Aktive

Am 19.09. fand sich die Rottenburger Fraktion „Junge Aktive“ in der Wurmlinger Verwaltungsstelle zu einer Begegnung mit Mitgliedern unseres Ortschaftsrates und Teilnehmer*innen des Jugend-Ideen-Cafes ein.  Der abstrakte Charakter der Anträge der Teilorte, über die auch Junge Aktive im Gemeinderat entscheiden, wird als unzulänglich empfunden. Laut der jungen Rottenburger Fraktionsmitglieder möchten sie sich persönlich ein Bild von den Belangen der Bevölkerung in den Rottenburger Teilorten  machen. Von besonderem Interesse sind dabei die Bedürfnisse und die Situation der Jugend. 

Ortsvorsteher Michael Elmenthaler hatte eine kurze Präsentation vorbereitet, um unseren Ort darzustellen. Interessant dabei war eine Altersstatistik, die zeigte wie hoch der Anteil der unter 20-jährigen in Wurmlingen ist, nämlich über 500 Personen. Drei gut informierte und sehr aufgeschlossene Junge Aktive ließen sich tiefer in die Wurmlinger Thematiken einführen. 

Unter anderem ging es um die Zukunft und den Zustand der Uhlandhalle, des stillgelegten Uhlandcafe und des Jugendraumes, den ÖPNV, öffentliche Müllentsorgung  und öffentliches Internet. Es ging um das Bedürfnis der Jugend nach Aufenthaltsorten. Zwei junge Teilnehmer*innen des Jugend-Ideen-Cafes der Wurzel haben hervorragend dargestellt, was die Bedürfnisse der Jugend sind. Gewünscht werden Plätze, an denen man außerhalb des Elternhauses zusammenkommen kann – zum Sport, zum Spielen, zum Quatschen. Auch der Steinbruch kam hier zur Sprache, bei dem unter anderem Versicherungsfragen momentan einer Nutzung als Crosstrecke für Biker entgegenstehen. Diese Tatsache sollte aus Sicht der Wurzel nicht bedeuten, dass nicht nach einer Lösung gesucht werden muss. Bei einer Begehung der Fläche hinter der Uhlandhalle und des Jugendraumes wurden Möglichkeiten der Umgestaltung von Außenräumen und der Umgestaltung von Regelungen bezüglich des Jugendraumes angedacht. Die beiden Wurmlinger Jugendlichen haben klar zum Ausdruck gebracht, dass sie überzeugt sind, engagierte Helfer, auch aus der Elternschaft, mobilisieren zu können, um diese Aufenthaltsräume zu gestalten. Natürlich muss dies in Zusammenarbeit mit Orts- und Stadtverwaltung geschehen. Wichtig ist dabei aus Sicht der Wurzel die Unterstützung eines Sozialarbeiters/einer Sozialarbeiterin aus Rottenburg, um die festgefahrene Situation im inzwischen ungenutzten Jugendraum aufzulösen. Wichtig ist ein Konzept, das die Weitergabe des Jugendraumes an die jeweils nächste Generation fließend ermöglicht. Hier geht es um festgeschriebene Zuständigkeiten und das Verantwortungsgefühl aller am Jugendraum Beteiligten.

Begangen wurde schließlich auch die Fläche des alten Feuerwehrhauses und Kindergartens. Diese große Fläche bedarf eines Konzeptes, bei dem die Bedürfnisse derer erfüllt werden, die allzu leicht am Ende außen vor sind: Unterstützungsbedürftige Senioren, Behinderte, Menschen ohne großes Budget, die trotzdem in wertiger Umgebung wohnen möchten sowie öffentliche Einrichtungen. Hier könnte gewohnt und gelebt werden.

Jasson Schuler, Luca Beck und Christian Biesinger vom Gemeinderat nahmen unsere Anliegen mit nach Rottenburg, um ihnen Nachdruck zu verleihen. Man kann sich für ihr Interesse und ihr Kommen nur bedanken.

Bettina Drees